...bestand im Wesentlichen aus drei Komponenten, so finde ich:
- packen; unfassbar viele Dinge mussten in zwei Koffern und einem Rucksack untergebracht werden, ohne dass erstere ein Gewicht von je 20 kg und letzterer 15 kg wesentlich überschritten. Der Rest wurde zu großen Teilen mit der Post geschickt, zu meines Erachtens noch größeren Teilen weggeworfen oder, zum vielleicht größten Teil, an Bleibende verschenkt.
- putzen; die ganze Wohnung sollte mehr oder weniger sauber sein, so las man. Generell keine sooo unlösbare Aufgabe, beachtet man jedoch den Faktor Mitbewohner, so muss man einsehen, dass jedes noch so ergebnisreiche Putzen nicht lange so bleibt. Dafür strahlten am Ende das Fenster, der Holzbalken oben an der Decke, die Lampe, alle erdenklichen Oberflächen, Schubläden und Kanten, die Tür und die seltsame Lüftungsanlage (auch von innen!) in meinem Zimmer wie neu. Fast.
- treffen; alle und jeden, noch ein, zwei, drei Mal, zum Immer-wieder-verabschieden, -frohe-Weihnachten- und -guten-Rutsch-wünschen. Das fiel mal gar nicht so leicht.
Der letzte Tag war für mich nicht so richtig fassbar und ich kann mich an so wenig nur noch erinnern, aber im Großen und Ganzen muss er in etwa so ausgesehen haben:
- packen
- putzen
- packen
- Lena, Clemens, Kai, Thomas zu Besuch bekommen zum letzten gemeinsamen, gemütlichen Abend
- weiter packen
- weiter putzen
- gegen Mitternacht zu Niek gehen, dort noch mal Riikka treffen und knuddeln
- alle Alkoholvorräte vernichten
- einen halben Liter Kaffe-in-dem-der-Löffel-aber-sowasvon-steht von Niek bekommen zum Wachbleiben, was sowohl bei T. als auch bei mir zu wildem Kreislauf, grummeligem Magen und etwas wirrer Wahrnehmung für eine Weile führt
- rumgammeln und warten dass es später wird, dabei gelegentlich einnicken
- um 04.30 Uhr oder so herzergreifend tschüss sagen und zu Hause zuende packen/putzen
- die tausend Tonnen Gepäck und Übergepäck die fünf Treppen runterschleppen, damit einige Hundert Meter weiter übers Eis weiter zu Kai
- diesen, da ordentlich armverletzt, samt seinem samt unserem Gepäck ins Taxi um 06.00 Uhr befördern, das uns zum Flugbus bringt
- zum Flughafen, kein Übergepäck bezahlen müssen (Kai leider doch), warten, um 08.35 losfliegen und HAMMER Sonnenaufgang von über-den-Wolken sehen
- Oslo, -15°C, warten, Gepäck hin- und hertüddeln, von Jurij erfahren dass der Audi kaputt ist und er uns mit einem kleineren Leihwagen abholen muss, 12 Uhr irgendwas weiterfliegen
- kurz vor 14.00 Uhr in Hamburg ankommen, nicht ein einziges Mal abgestürzt sein, Kai + Gepäck in den Bus setzen, Jurij finden und Leihwagen erblicken: Ein schöner Citroën C1, etwas unbegeistert lachen
- drei Personen, drei sehr große und ein kleiner Koffer, zwei Rucksäcke, eine Laptoptasche (edit: ZWEI Laptoptaschen) und eine Handtasche finden trotz der äußerlichen winzigen Erscheinung des Wagens in Nullkommanix bequem darin Platz. Der vorherige Satz stimmt übrigens nur bis 'Handtasche'. Dass wir noch atmen konnten war auch alles.
- abends wieder zu Hause sein, immer noch nicht geschlafen haben
- Das war mein Auslandssemester. Tschüss.



















































